So prüfen wir
Für 1.172 kostenpflichtige Apps beantworten wir zwei Fragen: Kann ein KI-Coding-Agent dir einen brauchbaren Ersatz bauen, und was kostet das Original in Deutschland wirklich? Hier steht, woher unsere Antworten kommen und wo ihre Grenzen liegen.
Das Urteil
Jede App bekommt eines von drei Urteilen. Wir vergeben sie nach dem, was nach dem Nachbau übrig bleibt, nicht danach, wie schwer der Code aussieht.
- JA 164 Apps
- Ein guter KI-Coding-Agent baut dir in einer Sitzung eine brauchbare eigene Version, lokal oder selbst gehostet, ohne harte Abhängigkeit von einem Drittanbieter.
- JEIN 542 Apps
- An einem Wochenende baubar, aber mit echten Lücken wie Mobil-App, Synchronisierung oder Anbindungen. Der Eintrag nennt diese Lücken.
- NEIN 466 Apps
- Den Wert tragen das Netzwerk, die Daten, die Infrastruktur oder eine Zulassung. Der Eintrag erklärt, warum Menschen trotzdem zahlen.
Die Urteile übernehmen wir aus dem englischen Projekt canivibecodeit von Rob Hallam, das unter der MIT-Lizenz steht. Die deutschen Begründungen schreiben wir neu, statt sie Satz für Satz zu übersetzen. Ein Urteil ist eine begründete Einschätzung. Wir haben nicht jede App tatsächlich nachgebaut. Ändert sich ein Urteil, steht das im wöchentlichen Newsletter.
Der Preis
- Am Original. Wir lesen den Preis auf der Preisseite des Anbieters oder im deutschen App Store ab, nie bei einem Vergleichsportal. Jeder Eintrag verlinkt diese Quelle und nennt das Datum der Prüfung.
- Der reguläre Preis. Ein Einführungs- oder Aktionspreis ist nicht der Preis. Wenn es ein solches Angebot gibt, erwähnen wir es daneben.
- Mehrwertsteuer. Sagt die Preisseite, ob die Steuer enthalten ist, übernehmen wir das. Sagt sie nichts, schreiben wir genau das in den Eintrag.
- Der Preis im Eintrag ist der Preis des Anbieters. Rechnet ein Anbieter nur in US-Dollar ab, steht der Dollarbetrag im Eintrag, und das ist ein Befund: keine Eurorechnung, ein Wechselkurs bei jeder Abbuchung. Seit dem 18. September 2026 steht darunter kleiner, was das ungefähr in Euro wäre. Diese Zeile beginnt mit „ungefähr“, ist auf volle Euro gerundet und ersetzt den Preis des Anbieters nie.
Jeder Eintrag steht in genau einem von fünf Zuständen:
| Zustand | Einträge | Bedeutung |
|---|---|---|
| Europreis pro Monat | 303 | Der Anbieter nennt einen Monatspreis in Euro. |
| Europreis einmalig | 4 | Die App kostet einmal und dann nichts mehr. Einen Monatspreis gibt es hier nicht. |
| nur US-Dollar | 624 | Der Anbieter rechnet nur in Dollar ab. Der Dollarbetrag steht im Eintrag; daneben steht als Orientierung ungefähr, was das in Euro wäre. Den Eintragspreis selbst rechnen wir nicht um. |
| nicht gefunden | 103 | Wir haben nachgesehen und keinen Preis gefunden, zum Beispiel weil der Anbieter nur auf Anfrage verkauft. Das ist eine Aussage über unsere Suche, nicht über den Anbieter. |
| noch nicht geprüft | 138 | Diesen Preis hat noch niemand von uns am Original angesehen. Er zählt in keiner unserer Quoten mit. |
Umgerechnet wird an genau zwei Stellen: in der Summe auf der Startseite, die Euro- und Dollar-Abos addiert und dafür einen gemeinsamen Nenner braucht, und in der kleinen Ungefähr-Zeile unter einem Dollarpreis. Beide nehmen denselben Kurs, und beide nennen ihn. Was wir dabei nicht wissen: ob auf einen Dollarpreis noch Umsatzsteuer kommt. Kein einziger Anbieter, der nur in Dollar abrechnet, sagt es auf seiner Preisseite. Deshalb steht an der Ungefähr-Zeile weder „netto“ noch „brutto“. Rechne damit, dass für dich als Kleinunternehmer noch 19 Prozent dazukommen, und dass deine Bank für die Fremdwährung eigene Gebühren nimmt. Wir nehmen den Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 3. November 2026: 1 Euro entspricht 1,1179 US-Dollar. Neben der Summe stehen Euro- und Dollaranteil getrennt, damit du die Umrechnung nachvollziehen kannst.
Ein Preis stimmt für den Tag, an dem wir ihn geprüft haben. Danach kann der Anbieter ihn ändern, ohne dass wir es sofort bemerken. Deshalb steht das Datum an jedem Preis. Die älteste Prüfung im Katalog stammt vom 31. August 2026, die jüngste vom 17. September 2026.
Die Alternativen
Eine kostenlose Alternative kommt nur auf die Liste, wenn sie alle vier Bedingungen erfüllt:
- Ein fertiges Produkt. Eine installierbare App oder ein nutzbarer Dienst, keine Bibliothek und kein Code zum Selbstkompilieren.
- Dauerhaft kostenlos. Eine echte Open-Source-Lizenz oder ein Gratistarif, der das bezahlte Produkt auf Dauer ersetzt. Testversionen zählen nicht.
- Gepflegt. Nicht archiviert, in den letzten zwölf Monaten aktiv und tatsächlich im Einsatz.
- Dieselbe Aufgabe. Das Werkzeug ersetzt die Kernfunktion der App, nicht nur etwas Benachbartes.
Werkzeuge, die oft empfohlen werden und trotzdem durchfallen, nennen wir auf der Alternativseite mit dem Grund. So musst du sie nicht erst selbst ausprobieren.
Einen Fehler gefunden?
Schreib uns an die Redaktion und nenne den Eintrag und die Quelle, die etwas anderes sagt. Wir prüfen am Original und ändern Preis und Datum, wenn du recht hast. Für Redaktionen gibt es die Zahlen und den Datensatz.
Stand der Methodik: 17. September 2026 · Zahlen live aus dem Katalog